Der letzte Tropfen Kaffee war in die Tasse geplumpst, Robert ergriff sie und nahm einen ersten Schluck. Herrlich, eine Tasse Kaffee war der einzig denkbare Startschuss für seinen Tag – was sonst? Mit fünf oder sechs Stunden Schlaf aus zukommen, das war er sich gewohnt. Diesmal aber sollten es weniger gewesen sein. Vielleicht drei? Oder vier? Er wusste es nicht mehr, aber wollte es auch gar nicht wissen. Er wollte nur den Tag hinter sich bringen.
Es war Mittwoch, hätte aber gut auch Montag sein können. Der Himmel war bedeckt und grau verhangen, hie und da regnete es und die Leute, die Robert im Zug antraf, zeigten aller Welt, was sie von dem bevorstehenden Tag erwarteten. Es wäre alles andere als ermutigend gewesen, hätte er es wahrgenommen. Ihm aber fiel das kaum auf, seine Miene war nicht viel anders. Immerhin war der Zug nur schlecht besetzt, so blieb genug Platz für jedermann, um allein zu sein und sich seine eigenen Gedanken zu machen. Oder zu dösen.
Es gab Momente, da war er stolz darauf, dass er in einer Welt, die von elektronischen Geräten und Möglichkeiten geprägt war, ab und an auch mal ganz ohne auskam. Er schlug seine klassische Papier-Agenda auf und ging die Termine, Notizen und Vermerke zum aktuellen Tag durch und versuchte sich, so gut es ging, vorzubereiten. Er malte sich aus, was wohl wie geschehen, wer was sagen und wie reagieren würde. Und vor allem, wie er sich inmitten dieser Umstände verhalten würde. Er kannte sich, wusste, was ihm gefiel und was nicht und konnte seine Stärken und Schwächen bestens einschätzen. Gewissermassen war der Tag also berechenbar und verlor zusehends an Spannung.
Mit seinen Gedanken war er aber längst nicht mehr beim Thema. Er hob seinen Blick und liess die Landschaft, die sich in der Morgendämmerung noch um einiges schöner präsentierte, als ihm von anderen Tageszeiten bekannt war, an sich vorbeiziehen. Eine lähmende Müdigkeit überfiel ihn und er drohte einzunicken. Doch dann kam dieser eine Gedanke, der ihm durch den Kopf schoss und ihn auf einen Schlag wieder hellwach werden liess…
Weiter geht’s in wenigen Tagen auf www.kreativreaktor.ch…
© 2008 by kreativreaktor.ch / Roland Keller
Nun denn. - Gebe ich meinen Senf dazu.
Mein Name ist allerdings nicht Ospel, aber deine Zeilen sind auch nicht mit Servalats zu vergleichen!
Nein, die Erzählung der Geschichte des Robert K.(der Startschuss zu mindest), hat nichts mit dem Servalat-Niveau zu tun.
Ich biedene mich hier meiner freien Interpretation und Wahrnehmung.
Um in der gleichen Werteskala zu bleiben, dem Verständnis zu liebe, gebe ich diese Zeilen den T-Bonesteak Level. Den was, bitte?
Ja genau, den T-Bonesteak Level. Er beschreibt für mich, etwas standhaftes, die Wahrheit im Blickfeld haltendes und etwas aufregendes zugleich.
Wie, du hast es nicht verstanden? Also gut in kurzen und einfachen Worten: Genial geschrieben! (:
Keep up the good work! I’m excited about what’s coming next.